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Adipositas (ausgeprägtes Übergewicht) mit psychischen Begleiterkrankungen

Die Adipositas, das ausgeprägte Übergewicht, kann viele Ursachen haben und muss nicht automatisch bedingt durch eine Essstörung sein. Das Hunger- und Sättigungsgefühl fehlt häufig, so dass größere Mengen als notwendig gegessen werden. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Erkrankung, die zu ausgeprägten gesundheitlichen Folgeerkrankungen führt. Häufig ist starkes Übergewicht mit erheblichen Schwierigkeiten in anderen Lebensbereichen und einer insgesamt deutlich eingeschränkten Lebensqualität verbunden. Eine ausgeprägte Adipositas geht oft einher mit einer begleitenden psychischen Erkrankung, wie z.B. einer Depression oder einer Angsterkrankung. Eine ausgeprägte Adipositas tritt außerdem häufig gemeinsam mit einer “Binge-Eating-Störung” auf. Eine langfristige Gewichtsreduktion kann nur durch eine alltagsgerechte Lebensstiländerung gelingen, die meist aber nur erfolgreich ist, wenn die psychische Komorbidität therapeutisch gebessert werden kann.

Wir versuchen die spezifischen Probleme zu ergründen und Handlungs- bzw. Therapieansätze zu finden. Das Mindestalter für eine Behandlung im Zentrum für Essstörungen beträgt 18 Jahre, minderjährige Patienten können nur behandelt werden, wenn im laufenden Kalenderjahr das 18. Lebensjahr erreicht wird. Patienten, welche die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben, bitten wir, sich in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters zu melden. Die Abteilungen kooperieren im LVR-Klinikum eng miteinander und versuchen so den Herausforderungen des Erwachsenwerdens auch hinsichtlich der Behandlung bezogen auf die Essstörungssymptomatik gerecht zu werden.

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters