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Station PM 2

Auf der Station PM 2 werden Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen und Symptomen aus folgenden Gebieten behandelt:

Ess- und Gewichtsstörungen, wie

  • Anorexia nervosa
  • Bulimia nervosa
  • Binge Eating Störung (Essanfallsstörung)
  • Adipositas mit psychischer Begleitsymptomatik

Unser Zentrum für Essstörungen und Adipositas ist auf die Diagnostik, Beratung und Behandlung bei Essstörungen spezialisiert. Wir sind engagiert in der wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Therapien im Bereich der Ess- und Gewichtsstörungen, weshalb neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Behandlung einfließen.

Außerdem können sich Betroffene an uns wenden, die an Essstörungssymptomen leiden, die nicht eindeutig einer bestimmten Essstörungsdiagnose zugeordnet werden, aber ebenfalls einen sehr hohen Leidensdruck erzeugen und klinisch behandlungsbedürftig sind. Im Rahmen der Essstörungsbehandlung werden zusätzlich vorhandene Symptome (z. B. Depressivität, Angst, Zwang aber auch Traumafolgestörungen) mitbehandelt.

Gemeinsam mit Ihnen arbeiten wir individuell an Zielen wie: Normalisierung des Essverhaltens und der Impulskontrolle, Reduzierung der quälenden Essstörungssymptome und – falls Untergewicht besteht – an einer Gewichtszunahme.

Wir helfen Ihnen, die einer Essstörung zugrunde liegenden individuellen Themen zu erkennen und zu verstehen sowie Lösungswege zu finden und umzusetzen. Wir unterstützen Sie dabei, mit äußeren und inneren Belastungen umzugehen. Häufig spielen Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl eine wichtige Rolle.

Neben der Einzelpsychotherapie gibt es noch viele weitere Behandlungselemente:

  • Gruppenpsychotherapie, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, sozialarbeiterische Beratung und pflegerische Gruppenangebote und regelmäßige ärztliche Visiten,
  • Ernährungsberatung/ Psychoedukation durch speziell geschulte Pflegekräfte, Essbegleitung, Einkaufs-und Kochgruppe,
  • Für übergewichtige Patientinnen und Patienten gibt es außerdem ein moderates Bewegungsangebot.

Besondere Angebote:

  • Tagesklinik: Unser Zentrum für Essstörungen verfügt über stationäre und tagesklinische Behandlungsplätze. Essstörungen müssen nicht zwangsläufig stationär behandelt werden. Die Indikation zur stationären oder ambulanten Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und nach dem Vorhandensein von Begleiterkrankungen. In der Regel erfolgt die Behandlung zunächst stationär. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an die stationäre Behandlung die letzte Behandlungsphase im tagesklinischen Rahmen zu absolvieren („Step-down"). Dieser von uns begleitete Transfer Ihrer Therapieerfolge in die Alltagsumgebung hat sich sehr bewährt und erleichtert den Übergang von einer stationären Behandlung zurück in den Alltag.
  • Poststationäre Gruppe: Für Patientinnen und Patienten, die nach einer abgeschlossenen Behandlung bei uns noch keinen ambulanten Therapieplatz gefunden haben, bieten wir eine überbrückende poststationäre Gruppe an.
  • Haben Sie Fragen zu unserem essstörungsspezifischen Behandlungsangebot? Dann nehmen sie einfach Kontakt mit uns auf.
    Sie können die für das Zentrum für Essstörungen zuständige Oberärztin in der Regel während ihrer Telefonsprechstunde
    Freitags von 15:35 -16:35 Uhr unter der Nummer 0201/7227-552 erreichen.
    Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Unser Team

Unser multiprofessionelles Team, besteht aus ärztlichen und psychologischen Psychotherapeutinnen und Therapeuten, fachlich geschultem Pflegepersonal, Bewegungstherapeuten, Kreativtherapeuten und Sozialarbeitern. So können wir uns Ihnen individuell und aus unterschiedlichen Perspektiven widmen.

Die (teil-)stationäre Aufnahme erfolgt nach Diagnostik und Indikationsstellung in unserer psychosomatischen Ambulanz, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im LVR-Klinikum Essen in der Virchowstraße (1. Etage).

Anmeldung:

Eine Terminvereinbarung ist über das Ambulanzsekretariat unter der Telefonnummer 0201 7227-521

in der Zeit von Mo. bis Fr. 07.30-12.00 Uhr und Mo. bis Do. 12.30-16.00 Uhr sowie Fr. 12.30-14.30 Uhr möglich.

Bitte bringen Sie zum Ambulanzgespräch eine Überweisung von Ihrem behandelnden Arzt/Ärztin sowie evtl. vorhandene Vorbefunde mit.
Das diagnostische Gespräch in der Ambulanz dient der Vorbereitung auf die stationäre Behandlung einschließlich der Festlegung des individuellen Behandlungsplans.

Stresserkrankungen und somatopsychische Erkrankungen


„Stresserkrankungen“? „Somatopsychische Erkrankungen“? Was ist das eigentlich?

Stressoren sind äußere belastende Bedingungen, wie etwa

  • gestiegene Anforderungen im Privatleben (z.B. durch die Geburt von Kindern, pflegebedürftige Angehörige oder den Beginn eines neuen Lebensabschnittes)
  • durch dauerhafte Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen
  • und nicht zuletzt auch schwere, oft einschränkende körperliche Erkrankungen, wie u.a. Krebs, Diabetes mellitus, Autoimmunerkrankung, Rheumatische Erkrankung, Schlaganfall, Herzinfarkt

Hinzu kommen manchmal noch persönliche Stressverstärker, wie z.B.

  • ein perfektionistischer Leitungsanspruch
  • die Gewohnheit, sich selbst sehr streng und kritisch zu bewerten
  • oder der Wunsch, es möglichst allen recht zu machen

Der Zusammenhang zwischen Stress, psychischen Erkrankungen und körperlichen Folgekrankheiten ist hoch. Wenn ein Mensch dauerhaft mit Stressoren, die die Belastbarkeit übersteigen konfrontiert ist und vielleicht zusätzlich mit belastenden inneren Stressverstärkern zu kämpfen hat, kann es zu schwerwiegenden psychischen Stressreaktionen kommen. Langfristig begünstigt Stress das Auftreten von psychischen Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und Angst- oder auch Zwangserkrankungen und erhöhen zudem auch das Risiko für körperliche Krankheiten.

Im Rahmen der verschiedenen Therapiebausteine arbeiten wir –abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse- mit Ihnen an verschiedenen Ansatzpunkten:

  • Welche äußeren Stressoren sind vorhanden?
  • Gibt es innere Einstellungen und Bewertungen, die als innere Stressverstärker den Stress verstärken?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen inneren Stressverstärkern und der ganz persönlichen Biographie?
  • Wie können veränderbare oder sogar vermeidbare Stressoren im beruflichen und privaten Bereich verringert werden?
  • Wie können persönliche Stressverstärker „entschärft“ und verändert werden?
  • Was für praktische Möglichkeiten gibt es, problematische Situationen zu verbessern und wie kann können unvermeidbare Anforderungen wieder aktiver und ohne Ohnmachtsgefühl bewältigt werden?
  • Was kann helfen, mit unvermeidbarem inneren und äußeren Stress entspannter umzugehen und für erholenden Ausgleich zu sorgen?