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Einweise- und Aufnahmeverfahren Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

(Teil-) Stationäre Aufnahme

1. Elektive Aufnahme

Elektiv eingewiesene Patienten machen ca. 85 % der stationären Aufnahmen und 100 % der teilstationären Aufnahmen aus. Nach einer Diagnostik in der eigenen Ambulanz oder durch einen niedergelassenen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie erfolgt die Empfehlung einer stationären Behandlung. Hierzu erfolgt eine Stationsbesichtigung einschließlich Erläuterung des Behandlungskonzeptes der jeweiligen Station im Rahmen eines Erstvorstellungstermins in unserer Institutsambulanz. Die Aufnahme erfolgt dann geplant und freiwillig, Einweiser sind Pädiater, Allgemeinärzte, Internisten und Kinder- und Jugendpsychiater.

Elektiv können Patienten nur dann stationär und teilstationär aufgenommen werden, wenn eine Verordnung stationärer Krankenhausbehandlung durch einen niedergelassenen Vertragsarzt ("Einweisung") vorliegt. Bitte beachten: Zur Erstvorstellung eines Patienten in unserer Ambulanz benötigen wir einen Überweisungsschein sowie die Krankenkassenkarte des Patienten. Die elektive Aufnahme erfolgt nach dem Wartelisten-Prinzip.

2. Notaufnahmen

Patienten werden notfallmäßig in unserer Klinik aufgenommen, wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung besteht oder die Schwere des Krankheitsbildes den unmittelbaren Beginn einer stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung erforderlich macht. Die hiesige Klinik ist herbei für die Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen aus den Städten Essen, Oberhausen und Mülheim zuständig. Zur Notaufnahme kommen Kinder und Jugendliche, die eigenständig oder in Begleitung von Eltern oder Bezugspersonen und mit oder ohne Einweisung hier vorgestellt werden, sowie Patienten, die über Rettungsdienste zugeführt werden.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters hat die Pflichtversorgung inne von Kindern unter 14 Jahre mit dem Wohnort Essen sowie von allen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die gemäß Straßenverzeichnis oder Liste der Heimeinrichtungen dem Zuständigkeitsbereich zugeordnet sind (Stadtkern sowie westliche Stadtgebiete). Die Essener Jugendlichen der östlichen Stadtgebiete sind der kinder- und jugendpsychiatrischen Pflichtversorgung der Kliniken Essen-Süd zugeordnet. Kinder und Jugendliche der Städte Mülheim und Oberhausen werden altersunabhängig notfallmäßig versorgt. Darüber hinaus kann die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters auch außerhalb des Pflichtversorgungsgebiets Patienten notfallmäßig aufnehmen, wenn die Bettenkapazität dies zulässt.

Notaufnahmen erfolgen immer auf die geschlossene Akutstation KJP 1.

3. Übernahme aus anderen Krankenhäusern

Die Übernahme von Patienten zur weiteren stationären Behandlung erfolgt sowohl aus kinder- und jugendpsychiatrischen als auch aus somatischen, hier überwiegend pädiatrischen Kliniken. Übernahmen aus psychiatrischen Kliniken werden in der Regel durchgeführt, wenn dort ein Patient notfallmäßig aufgenommen wurde, dessen Pflichtversorgung aber in den Zuständigkeitsbereich unserer Klinik fällt. Übernahmen von Patienten aus somatischen Kliniken erfolgen, wenn eine Indikation zu einer weitergehenden stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Diagnostik und/oder Behandlung gegeben ist. In der Regel wird der Patient nach telefonischer Voranmeldung (Telefon 0201-8707-466 oder -467) durch die somatische Klinik konsiliarisch gesehen und hierbei das Vorgehen mit dem Patienten und seinen Angehörigen besprochen und festgelegt. Die Entscheidung bezüglich der Übernahme eines Patienten trifft der für die Station zuständige Oberarzt

4. Kooperation mit Netzwerken

Einige Patienten stellen sich auf Empfehlung von spezifischen Kooperationspartnern zur stationären Aufnahme bei uns vor. Hier ist insbesondere die Suchthilfe zu nennen, von der Patienten in den qualifizierten Drogenentzug vermittelt werden; daneben existieren enge Kooperationen mit Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe, Sozialpädiatrischen Zentren der Region, Kinderkliniken, Opferschutzbeauftragten der Polizei, etc. Diese Kinder und Jugendlichen und ihre Familien werden nach Vorstellung in den entsprechenden Spezialambulanzen in aller Regel elektiv aufgenommen.

Zum konkreten Vorgehen bei Einweisung bzw. Vorstellung eines Kindes bzw. Jugendlichen:

Der Arzt vom Dienst ist rund um die Uhr besetzt: Telefon 0201-8707-0 (Pforte); Arzt vom Dienst verlangen. Über den Arzt vom Dienst ist in komplexeren Fällen auch der Hindergrunddienst zu sprechen, der mit einem Oberarzt der Klinik ebenfalls rund um die Uhr besetzt ist.