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Pressemitteilungen

14. Update Suchtmedizin gibt Überblick über aktuelle Themen aus Praxis und Forschung

Traditionell eröffnet auch dieses Jahr Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikum Essen, das 14. Update Suchtmedizin mit einer Übersicht über die aus seiner Sicht zehn wichtigsten Publikationen im Feld der Suchtmedizin des vergangenen Jahres. Das unter seiner Leitung jährlich stattfindende Symposium beleuchtet verschiedene Facetten des komplexen Phänomens der substanzbedingten Störungen durch namhafte Rednerinnen und Redner verschiedener Kliniken.

Aktuelle Themen aus Foschung und Praxis
Die Vorträge beziehen sich auf aktuelle Themen aus der Forschung und Praxis im Bereich der Suchtmedizin. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung einer kurativen Behandlung der Hepatitis C oder die neuen Regularien zur Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger.

Cannabis als Medikament
Ein weiteres aktuelles Thema ist die Zulassung cannabishaltiger Medikamente 2016 in Deutschland. Diskutiert wird die Anwendung von cannabishaltigen Medikamenten bei zahlreichen Erkrankungen, etwa im Bereich der Schmerz- und Palliativbehandlung.

Vermehrter Konsum von Narkotika
Ein Vortrag behandelt den Konsum psychotroper Substanzen, die vermehrt eingenommen werden. In der Forschung und Praxis hat das Suchtpotenzial von Narkotika wie Ketamin oder Propofol verstärkt Beachtung gefunden.

Die Veranstaltung richtet sich an die in Suchthilfe und Suchtmedizin tätigen Berufsgruppen (v. a. Ärzte und Ärztinnen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen) und steht auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erwünscht. Informationen zur Organisation und Anmeldung erhalten Sie bei Petra Hermanns unter 0201/7227-205.

Direktor der LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist neuer Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen

Die DGESS hat vergangene Woche einen neuen Vorstand gewählt. Prof. Martin Teufel, Experte auf dem Gebiet der Ess- und Gewichtsstörungen wurde zum ersten Mal in das Präsidium gewählt.

Focus-Ärzteliste: Vier Mediziner des LVR-Klinikum Essen sind erneut unter den Top-Medizinern Deutschlands

Das Magazin Focus hat vier national und international renommierte Spezialisten des LVR-Klinikums Essen in die Focus-Liste der Spitzenmediziner Deutschlands aufgenommen. Damit gehören der Suchtmediziner Prof. Dr. Norbert Scherbaum, der Chefarzt der Klinik Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Prof. Dr. Johannes Hebebrand, Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie PD Dr. Sefik Tagay seit mehreren Jahren zum Kreis der von dem Magazin ausgezeichneten Top-Mediziner.

Essen. Die vier Mediziner wurden von der Redaktion des Focus mittels einer unabhängigen Datenerhebung durch Umfragen medizinischer Fachgesellschaften und Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikleitungen, Chefärzt*innen und niedergelassenen Mediziner*innen sowie einer Erhebung wissenschaftlicher Publikationen in die renommierte Ärzteliste des Focus aufgenommen.

Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikums Essen sowie Chefarzt der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie der Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, erhielt die Auszeichnung wiederholt als Spezialist für Suchterkrankungen.
Prof. Dr. Johannes Hebebrand gilt als einer der besten Experten von Kindern- und Jugendlichen mit Essstörungen.
Prof. Dr. Martin Teufel und sein Kollege, PD Dr. Sefik Tagay, sind als Spezialisten für die Behandlung von Menschen mit Essstörungen und Adipositas im Erwachsenenalter ausgezeichnet worden.

Freude über Anerkennung ihrer Arbeit
Die vier „Top-Ärzte“ freuen sich über die Anerkennung ihrer Arbeit. Auch die Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikums Essen, Jane E. Splett, freut sich über die wiederholte Auszeichnung. „Eine solche Auszeichnung hilft den Patient*innen, sich bei der Suche nach einem Spezialisten zu orientieren. Zudem bekommen nicht nur unsere Mediziner die Beachtung, die sie für Ihre wichtige Arbeit verdienen. Vielmehr hilft uns diese Auszeichnung bei unserem Ziel, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen und den Menschen, die darunter leiden, abzubauen“, sagt Klinikdirektorin Jane E. Splett.
Die Forschung der vier Mediziner, von denen drei Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg-Essen sind, wird von dem Universitätsklinikum Essen bzw. der Universität großzügig unterstützt.

„Substitutionsbehandlung immer in Verbindung mit diagnostischer und therapeutischer Behandlung“

Zum Weltdrogen-Tag am 26. Juni unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, die Bedeutung einer begleitenden Therapie bei der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger.

Essen. Seit fast 30 Jahren ist die Drogenabhängigkeit, besonders die Opiatabhängigkeit, ein Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit in der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen. Das NRW-Erprobungsvorhaben zur Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger, das von der Essener Arbeitsgruppe geleitet wurde, trug wesentlich dazu bei, die Substitutionsbehandlung als eine Regelleistung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland einzuführen.

Notwendige Anpassung der Richtlinien
Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, hat als Mitglied der Arbeitsgruppe Sucht und Drogen der Bundesärztekammer wesentlich an den im vergangenen Jahr erschienenen Richtlinien der Bundesärztekammer zur Substitutionsbehandlung mitgearbeitet. „Eine Überarbeitung der Richtlinien war besonders zur Anpassung der Richtlinien an den aktuellen Stand des Wissens notwendig geworden“, erklärt Scherbaum. Für den Psychiater Scherbaum ist insbesondere von Bedeutung, das Opiatabhängige in hohem Ausmaß auch von weiteren psychischen Erkrankungen, z.B. Depression, betroffen sind. „Eine Substitutionsbehandlung soll daher nicht nur in der Ausgabe des Substitutes und in einer psychosozialen Betreuung bestehen, sondern diagnostisch und therapeutisch die begleitenden psychischen Störungen berücksichtigen“, empfiehlt der renommierte Suchtmediziner.

Erschreckende Entwicklung in den USA
Am Weltdrogentag werden auch internationale Entwicklungen in den Blick genommen. Erschreckend ist hierbei die Entwicklung in den USA mit einem dramatischen Anstieg der Zahl der Opiatabhängigen und der Drogentoten mit mehreren 10.000 Toten im Jahr. Diese „Heroin-Epidemie“ hat sich im Gefolge einer allzu großzügigen Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln in den USA entwickelt. „Als dort die Vorschriften zur Verschreibung solcher Schmerzmittel verschärft wurden, stieg ein Teil der Betroffenen auf Heroin bzw. auf im Labor (synthetisch) hergestellte Opiate wie Fentanyl und Verwandte um“, erklärt Prof. Scherbaum die Ursachen der Entwicklung.

Fehlentwicklungen in Deutschland beachten und verhindern
Präsident Trump hat daher im Oktober 2017 in dieser Sache den nationalen Notstand ausgerufen. Eine Arbeitsgruppe, der auch Prof. Scherbaum angehörte, hat bei der Auswertung von Daten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland feststellen können, dass das Ausmaß der langfristigen und hochdosierten Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln hierzulande auf einem niedrigeren Niveau ist als in den USA. Nichts desto weniger gilt es, auch bei uns auf mögliche Fehlentwicklungen in diesem Bereich zu achten.

Führungskräfte stärken beim Umgang mit Depressionen am Arbeitsplatz

Essen. Beim 4. Runden Tisch von und für zertifizierte Unternehmen des Essener Bündnis für Familie standen am Donnerstag Depression und Burn-out im Mittelpunkt der Veranstaltung im LVR-Klinikum Essen. Personalverantwortliche und Geschäftsführer der Bündnisunternehmen tauschten sich über Erfahrungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen aus und informierten sich anhand aktueller Impulsvorträge über deren Entstehung und die Auswirkungen ebenso wie über die Anforderungen an eine Wiedereingliederung der Betroffenen und die mögliche Prävention.

Zum Europäischen Adipositas-Tag: Übergewicht steht oft in Verbindung mit psychischen Erkrankungen

Zum Europäischen Adipositas-Tag am 19. Mai 2018 erklärt Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen die Hintergründe der Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten.Übergewichtige Menschen sind oft konfrontiert mit Vorurteilen wie Willensschwäche und Faulheit. Dass Essstörungen wie die Binge-Eating-Störung hinter der Adipositas stecken können, wird häufig übersehen.

Therapieansätze sind Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Letztere ist besonders wichtig, da bis zu 50 Prozent der schwer adipösen Menschen auch an einer Depression leiden. Dies liegt nicht zuletzt an Einschränkungen im Alltag, sozialer Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.

Für Menschen mit Adipositas und begleitenden psychischen Beschwerden (Essstörung, Depression, Angststörungen) bietet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen spezifische Angebote. Bei schwerer Symptomatik erfolgt eine Behandlung tagesklinisch oder stationär.

Einladung Kolloquium „Adipositas und Psyche:Zusammenhänge und Interventionsansätze“ am 30. Mai 2018 um 17:30 Uhr

Thematisch wird Prof. Dr. Martin ´Teufel seine Expertise aus verschiedenen klinischen Studien in der konservativen Behandlung von Menschen mit Adipositas, insbesondere mit psychischer Komorbidität (Essstörungen insbes. Binge Eating Störung, Depression, Traumatisierung), einbringen. Außerdem geht Prof. Teufel auf die von uns durchgeführte bis dato größte multizentrische Studie zur Nachsorge von Patienten nach adipositaschirurgischer Maßnahme (BaSE) ein.

Als Mitglied der nationalen Leitliniengruppe „Prävention und Therapie der Adipositas" in der Verantwortung für den Bereich Psyche und Verhalten, versucht Prof. Teufel den Bezug zu den Therapiesäulen Ernährung und Bewegung darzustellen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Einladung.

Das LVR-Klinikum Essen spendet 846 Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis e.V.

Der Vorstand des LVR-Klinikums Essen überreichte dem Sozialpsychiatrischen Förderkreis knapp 900 Euro. Für jeden abgegebenen Fragenbogen bei der diesjährigen Mitarbeitenden-Befragung spendet das Klinikum zwei Euro.

Essen. Von Februar bis März waren alle 19.000 Beschäftigten des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) aufgerufen, sich an der Umfrage der Mitarbeitenden zu beteiligen. Von den 734 Mitarbeitenden des LVR-Klinikums Essen beteiligten sich 423 an der breit angelegten Umfrage zu den Arbeitsbedingungen und Verbesserungspotentialen im LVR. Die Spende von je zwei Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis pro Teilnahme gab einen zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme an der Befragung. Die Aussicht auf eine hohe Spende an den Verein hat gewirkt: Die Beteiligung ist um 16 Prozent seit der Befragung des LVR 2013 gestiegen.

Vernissage und Konzert im LVR-Klinikum Essen

Am 15. Mai 2018 um 16:00 Uhr eröffnet die Ausstellung des Ateliers Unart mit Bildern von Psychiatrie- Patientinnen und Patienten. Im Anschluss geben zwei Stipendiatinnen des Yehudi Menuhin Vereins ein klassisches Konzert im LVR-Klinikum Essen.

Der Sozialpsychiatrische Förderkreis des LVR-Klinikum Essen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie e.V., lädt zu einer Vernissage und einem klassischen Konzert in der Klinik ein.

Zunächst eröffnet am 15. Mai 2018 um 16 Uhr offiziell die Ausstellung des Kunstprojekts Unart im Foyer des Klinikums. Zu sehen sind Bilder von Patientinnen und Patienten mit Psychiatrieerfahrung. Zusammen mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern erstellen Kinder, Jugendliche und Erwachsene die künstlerischen Arbeiten, die nun im LVR-Klinikum Essen frei zugänglich zu sehen sind.

Nach der Vernissage spielen die Stipendiatinnen des Vereins Yehudi Menuhin „live music now", Anna Hirschberger und Nathalie Schmalhöfer, auf ihren Violinen Stücke von Leopold Mozart, Johann Sebastian Bach, Ignaz Pleyel, Georg Philipp Telemann, Henryk Wieniawski, Charles-Auguste de Bériot und Béla Bartók.

Der Eintritt ist frei!

Die Vernissage findet im Foyer des LVR-Klinikum Essen, Virchowstr. 174, 45147 Essen in der 1. Etage statt.

Das Konzert im Anschluss findet im Raum 1.42 statt.

Prof. Dr. Martin Teufel ist neues Vorstandsmitglied des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin

Der Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen, Prof. Dr. Martin Teufel, ist neues Mitglied des Vorstands des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin. Die Mitgliederversammlung 2018 hat ihn Anfang April in den sechsköpfigen Vorstand des Kollegiums berufen.

Vortrag: Traumatherapie im Kontext von Flucht

Der Forschungsleiter der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikums Essen referiert über Therapie für traumatisierte Geflüchtete.

PD Dr. Dipl.-Psych. Sefik Tagay hält am 25. April 2018 im Rahmen des Mittwochs-Kolloquiums der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen einen Vortrag zum Thema ‚Evidenzbasierte Traumatherapie, insbesondere im Kontext von Flucht‘.

Der Vortrag findet am 25. April 2018 um 17:30 Uhr im LVR-Klinikum Essen, Virchowstraße 174, 45147 Essen, Bibliothek, Raum 1.74 (1. Etage) statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Zertifizierung mit zwei Fortbildungspunkten ist bei der Ärztekammer beantragt.

Kultureller Start ins neue Jahr mit Ausstellung und Konzert

Mit der Ausstellung des Essener Fotografen Peter F. Horn und dem Konzert des Klarinettentrios ‚Schmuck‘ startet das kulturelle Programm im LVR-Klinikum Essen am 30. Januar 2018 ab 15 Uhr in das neue Jahr.