Zum Inhalt springen

Substitutionsambulanz

Zielgruppe

Für ein ärztlich kontrolliertes Ersatzdrogenprogramm (Substitutionsbehandlung) kommen nur Patienten mit einer manifesten Opiatabhängigkeit in Frage, für die die Substitutionsbehandlung eine im Vergleich zu anderen Behandlungsmöglichkeiten chancenreiche Alternative bedeutet. Die Behandlung bei entsprechenden zusätzlichen Abhängigkeiten wie Alkohol, Benzodiazepin oder Kokain bedürfen einer Klärung im Vorfeld der Behandlung.

Konzept

Die Substitutionsambulanz verfügt über 90 Behandlungsplätze für Essener Bürger im Rahmen eines Ersatzdrogenprogrammes bei Opiatabhängigkeit. An Ersatzdrogen kommen hier D-, L-Methadon und Buprenorphin, jedoch kein Heroin zum Einsatz. Die Substitutionsbehandlung ist eine anerkannte Behandlungsform der Opiatabhängigkeit und erfolgt nach den Vorgaben des Betäubungsmittelgesetzes, der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung und den Richtlinien der Bundesärztekammer.

Eine Substitutionsbehandlung erfolgt immer in einem Behandlungsteam, dem verschiedene Berufsgruppen wie Ärzte, medizinisches Assistenzpersonal und Sozialarbeiter angehören. Neben der Versorgung sowohl körperlicher als auch seelischer Erkrankungen erfolgt eine psychosoziale Betreuung, in der Probleme wie Schulden, Wohnungslosigkeit, Kinderversorgung usw. behandelt werden können. Mittel- bis langfristig ist dabei, in Absprache mit dem Patienten, auch die Abstinenz von Opiatersatzstoffen vorgesehen. Es empfiehlt sich bei stabilem Verlauf der Substitution eine langsame stetige ambulante Abdosierung oder alternativ die Abdosierung im stationären Rahmen.

Behandlungsangebot

  • Substitutionsbehandlung
  • Ggf. Behandlung zusätzlicher psychiatrischer Erkrankungen
  • Sozialarbeiterische Betreuung
  • Behandlung als Nulldosis-Patient im Rahmen der Nachsorge für Patienten, die vom Opiatersatzstoff abdosiert sind
  • Ambulante Behandlung gemäß § 35 BtmG (für Patienten, die eine ambulante Therapieauflage haben, existiert eine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Essen).

Aufnahme

Über den zentralen Zuweiser der Suchthilfe direkt e. V (Hr. F. Oetker) direkt über an die Substitutionsambulanz. Bitte bringen Sie zum ersten Termin sämtliche Ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Vorbefunde und eine Auflistung Ihrer Dauermedikation mit.